The Lost Banditoz
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04.06.2008RELEASEPARTY des neuen Albums "UPPERCUT" [lesen]
31.05.2008Ska sampler "SKA 21" / our RELEASE PA... [lesen]
14.03.2008Yes people, [lesen]
27.02.2008english / german [lesen]
20.01.2008Sooooo Herrschaften, liebes Auditoriu... [lesen]
09.12.2007Servus, Gruezi und Hallo! [lesen]
08.09.2007Servus, Grüzi und Hallo! [lesen]
06.04.2007Hola, [lesen]
18.02.2007Tjaaaaa - je später der Abend, desto breiter ... äh ... falsch!
Je später der Eintrag, desto größer die Entschuldigung. Natürlich wollte ich noch VOR Weihnachten hier Euch und Dir, unseren treuen Fans alles Gute zu Weihnachten wünschen. Aber da kam ja nun unsere Weihnachtsfeier der Banditen (zusammen mit den Jungs von Triple Espresso) dazwischen.
Die Stimmung war wirklich ausgelassen, schließlich gab es ja zwei sehr geile Konzerte zum Jahresabschluss in Zürich und in Aalen zu feiern, auf die ich später noch komme. Aus dem brodelnden Glühweinkocher gab es komplett durcherhitzten Chateux Chuté di Brue Nah, vermengt mit einigen Flaschen Chateux Grand Ballon (das gute Zeug mit der Zauberformel --> Schädel + Nächster Morgen = Fesselballon) und abgeschmeckt mit einigen dezenten Tropfen eines edlen Likörs, der beim Kaufmann Deines Vertrauens meistens gaaaanz unten links steht. Aus den Boxen gab es allerhand unweihnachtliche Mucke von Punk über Rockabilly bis Ska, Rocksteady und Tanzhallenmusik. Zu fortgeschrittener Stunde übernahm dann Memphis MC (Schlagwerker beim dreifachen Coffeinschock) das Mikrophon und moderierte zu leicht pornesker Hintergrundmusik die Verleihung der Geschenke beim legendären Band-Schrottwichteln (Motto: kauf irgend 'n jenseits Schrott für maximal 10 Öcken). 'Porno' war dann auch ein recht zentrales Thema vieler Geschenke – als da wären: 'ne Biographie von Gina Wild (unglaublich: es waren echt mehr als 100 Seiten, darauf kleingedruckte Worte in ganzen Sätzen, und nicht bloß Beschreibungen von "rein raus"-Übungen in epischer Breite – also sehr enttäuschend --> am schlimmsten: KEINE BILDER!). Das mit den Bildern (sogar bewegt) übernahm dann das nächste Geschenk: 'n Klassiker aus der FSK18-Abteilung der Videothek. Von der Qualität des Filmmaterials haben wir uns natürlich gleich im Anschluss mit dem, eigentlich für die Präsentation der ganzen Konzert- und Studioaufnahmevideos vorgesehenen DVD-Player überzeugt. Kurzum: von Schnaps, über Zigarren bis hin zu so 'nem plattgewalzten Eichhörnchen an 'ner Kugel mit Elektromotor, das bei Bedarf wie blöde auf 'm Wohnzimmerboden rumeiert, und die Katze in den Wahnsinn treibt, gab's alles erdenkliche an nutzlosen Nützlichkeiten. Zu noch späterem Zeitpunkt waren dann recht viele recht voll, und es begann der Reigen der Unmöglichkeiten, bei denen man den Erzählenden am nächsten Morgen mit diesem "das hab ich echt gemacht, Alter?!"-Blick ansieht – sprich: rückwärts essen an ungünstigen Orten, Schlafenden die Feige mit dem Extra-Permanentmarker verzieren, penetrantes Halbkaraoke ("wie?! watt?! kain gaarraoggge-cädä da, odr was?! aaaach, is' doch auuuuch *hicks* wurschd – dreh'ma halt 's Migroh laudrrrrr ...") und so weiter. Und kennt noch jemand das eine Lied von den Hosen?!? In Anlehnung daran konnte man sagen: "Die Stimmung is' wirklich bombig, bis die Proberaumtür aufgeht, und mit Blaulicht auf der Karre die Pozilei vor uns steeeeeht. Darum saaagen wiiiiir - Auf Wiederseh'n! Die Zeit mit Euuuuch war wunderschööhööön!" – ja, genau! Da war es dann auch wirklich langsam Zeit, Auf Wiedersehen zu sagen, sich gegenseitig für ein sehr kurzweiliges und erfolgreiches 2006 die Hände zu geben, und dann ab nach Hause.
Erfolgreich war 2006, weil unsere Platte 'Bar' endlich rauskam. Erfolgreich war 2006 wohl auch, weil wir ein paar nette Tracks zu Videos zusammengeschnitten haben. Erfolgreich war 2006 sicherlich auch, weil wir schon mit der nächsten Platte in den Startlöchern sitzen. Aber am erfolgreichsten war 2006 mit Sicherheit wegen Euch – 'cause there's no music without audience.

Big up unnoself!

Schließlich gab und gibt es ja neben den Ups auch das ein oder andere Down. Und aus dem ein oder anderen persönlichen, wie auch bandgesamten Down haben uns die Livekonzerte mit Euch wieder rausgeholt. Ein dickes Big up geht hier an die vielen Schweizer, die uns auf unseren Konzerten in Chur, St. Gallen und Zürich besuchten und immer, aber auch wirklich immer 'ne derbe geile Stimmung aufkommen ließen. Big up an die Nachbarn aus Österreich, die zwar nicht so zahlreich, aber dafür um so lautstarker auf unserem Konzert in Bregenz erschienen. Big up an all die Schwaben, Ostälbler, Älbler, Heidelbergensis, Waiblinger und die Stuttgarter Possee. Das ultimative UP zum UPschluss des Jahres waren dann auch die zwei sehr tollen Konzerte in Zürich und Aalen.
ZÜRICH:
Am 01. Dezember hatten wir ein weiteres Mal die Einladung, im Dynamo in Zürich zu spielen. Dieses Mal nicht als 2-Uhr-Gute-Nacht-Rausschmeißercombo, wie beim United Kids Festival im Juni, sondern mit unserer Stuttgarter Bruderband Triple Espresso und den Schweizer Jungs und Mädels von Kitchenettes. Nach einigem Hin- und Her (wer spielt wann) beschloss die Hauptsängerin von den Kitchenettes, ein kurzes Warm-Up mit zwei, drei Titeln zu machen, worauf wir die Bühne enterten. Die Stimmung war ganz gut, aber realistisch betrachtet war das Publikum wohl 'n bisschen mehr auf Rockabilly, Motown, Swing und Northern Soul aus. Das gab's dann auch schon, als Triple Espresso auf die Bühne kamen. Die Stimmung geriet außer Rand und Band. Ein nicht weniger geiles Konzert lieferten die Kitchenettes mit ihren 3 Sängerinnen und 7 (?) Musikern ab. Klassiker und Eigenkompositionen trällerten da sehr geil und launig gespielt aus den Boxen.

Tja – nach dem Konzert mussten wir feststellen, dass Züricher Taxifahrer nachts um drei nicht bei jedem halten und der Weg ins Hotel (irgendwas mit Ferrari-Motel oder so) wurde 'ne kleine Tortour. Dafür saßen wir am nächsten Morgen zum ersten Mal in unserem Leben in 'ner Mercedes-Stretchlimo, die uns zurück zum Dynamo chauffierte. Eigentlich war nur 'n Großraumtaxi bestellt, aber nobel geht die Welt zugrunde – teurer war 's wohl nicht, aber was tut man nicht alles, um sich mal 10 Minuten wie Bolle zu fühlen ... haha! Ganz großes Rockstar-Kino – die Bar und Bunnys, die sich üblicherweise in solchen Karren unter der Miniaturdiskokugel befinden und räkeln, fehlten allerdings. Zudem machte unser Drummer jegliches Luxusschwelgen dadurch zunichte, dass er die noch in der Nacht auf'm Hotelflur verfütterten Kekse gasförmig und lautstark (übrigens: vergesst das Sprichwort "die 'Lauten' stinken nicht") seiner Umwelt zuteil werden ließ. Herrgott!!! 'Ne Idee mehr, und man hätte beim Einatmen braune Nasenränder bekommen.
Als dann alles im Bandbus eingeladen war, ging's ab zum Frühstück in die Rote Fabrik. Sehr geile Lokation mit leckerem Frühstück (und Tequila – aber nicht für mich) und wunderschönem Ausblick auf den Züricher See. Mit vollem Magen hieß es dann noch: Schoki und Zeugs für Family, Freundin und Co. kaufen, da die einen steinigen würden, wenn man sich nach 'nem Schweizaufenthalt ohne das feine Kakaozeugs de Suisse blicken ließe. In Gerlingen angekommen war's dann Zeit, sich von den Jungs von xxx-presso zu verabschieden.
AALEN:
Für uns ging's dann weiter Richtung Aalen. Waren wir ja noch im Rock It für den Abend gebucht. Alle waren natürlich gespannt, wie Flitzebogen, alldieweil die Gmünder und OOOOOOOOOOOlener Meute immer für die besten Erinnerungen sorgten (die gehen ab, wie Schnitzel!).
Alles in allem schon viel zu spät dran, weil's schon von der Schweiz hoch Stau en masse gab, konnten wir auch keinen Soundcheck mehr machen. Aber die an diesem Abend gebuchte Band 'Soulcial Workers' machten schon ordentlich guten Sound, der zwar eher Roots-Reggae-Stylee war, aber sehr geil. Die Jungs scheinen eine Absplitterung von Los Skalameros zu sein. Das Publikum (also speziell die U18-Mädels) feierte jeden Track, und als die Herren ein Ska-Stück zum Besten geben wollten, fragte der Sänger ins Publikum, welche Band denn noch spielen würde, weswegen die Leute ja auch noch da wären (so von wegen Ska). Keine Reaktion. Er fragte nochmal – keine Reaktion. Und er fragte nochmal und ich dachte schon: "1. Au backe – das Volk ist nur wegen Räggih hier und 2. kleiner Mann, halte ein und suhle Dich nicht in des Volkes Unwissenheit, 'coz otherwise me mek you drink water ... by di rivers o' Baaabylon!" ... höhö! Nonetheless – die Jungs haben sehr gut gespielt und nach 'ner guten Stunde ging's für uns auf die Bühne.
Ich hatte es nicht ganz geschnallt, aber den Eindruck, als hätte das Publikum gewechselt. Das Rockit war mächtig voll und die Leute gingen vom ersten Ton ab, wie Schnitzel (hab ich ja oben schon als Vorschusslorbeeren erwähnt - es wurde WIRKLICH so). Es lebe Gmünd, es lebe Aalen, es lebe die Ostalb! Ich meine: bekannt waren wir ja schon, aber dass so viele kommen würden und wieder mal eine Party feiern, die sich gewaschen hat, war geradezu phänomenal. By the way: unser Mr. Riesen hatte eigentlich extremen Trouble mit einer Erkältung und wollte fast schon erst gar nicht auf die Bühne. Aber als er gemerkt hat, wie's abgeht, haben wir dann doch ca. anderthalb Stunden gespielt. Eine Fastpremiere hatte 'ne kleine, improvisierte Medleyeinlage mit ein paar Klassikern, wie etwa 'The tide is high' und 'Dream'. Blöderweise wollten alle am Ende noch Zugaben, aber unser Sangesmeister war dann doch ein bisschen am Ende. Also hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, dem Auditorium die Nachricht zu überbringen, dass jetzt babbela sei. Das wollte wohl keiner so recht akzeptieren, aber ich besänftigte die Meute, indem ich unsere babylonischen Kommerzartikel feilbot – brandneue T-Shirts mit dem neuen Logo und unsere Platte. Das ganze fand reißenden Absatz und eine nette Dame aus dem Publikum erzählte mir am Bühnenrand noch, dass sie's voll bolle fände, dass wir wieder in Aalen gespielt hätten. Sie hätte uns ja schon in Gmünd gesehen, aber da wären wir ja leider nur Vorgruppe gewesen. Schönen Gruß an dieser Stelle an die reizende Unbekannte!
Tja – und nachdem wir dem Veranstalter noch ein, zwei Jägis aus dem Ärmel geleiert hatten, und unser Schlagwerker noch für die Signierung seiner Sticks herhalten musste (ich hatte der Dame vorgeschlagen, ihn entweder unterschreiben oder wahlweise das Holzdingens von oben bis unten abschlecken zu lassen, um dieser Fandevotionalie einen etwas persönlicheren Touch zu geben) wollten wir eigentlich noch in DIE Szenekneipe Aalens (irgendwas mit 'M' glaub ich - oder 'W' *grübel* naja, bei mir hat sich das M auch im Kreis gedreht, von daher könnte das durchaus auch 'n W gewesen sein :D). Aber erstens war Mr. Riesen im Eimer und zweitens musste ja unser Nesthäkchen (Mr. Trombone) ins Bettchen – hach ja, die Jugend von heute is' auch nicht mehr das! Und mit DEM wären wir wahrscheinlich eh nicht an der Ausweiskontrolle vorbeigekommen (Anmerkung: vor kurzem hat er 's echt geschafft, 'n Führerschein zu bestehen - BIG UP!) Harhar! Also ging's ans Einladen und dann ab nach Hause!
Was mir zu sagen bleibt (und auch wenn ich mich damit wiederhole): Muchas gracias an Euch, das Publikum. Big up Züri'! Big up OOOOHLA! Vielen Dank an die Veranstalter (@Tobi: das nächste Mal bitte wieder so geile Pizzas!) für die Organisation, die Planung und all das, was im Hintergrund laufen muss, damit solche Konzerte überhaupt stattfinden können. Und ganz dicken Dank an Petrus, der die Straßen nach Aalen Gott sei Dank schneefrei hielt (ist andererseits auch kein Wunder - denn schließlich waren und sind nicht nur die Blues Brothers im Auftrag des Herrn unterwegs).

In diesem Sinne: heute ist nicht alle Tage – wir komm'n wieder, keine Frage! :-)

Keep on skankin'! Nice and easy!
Dr. J.
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The Lost Banditoz - Bar (2005)

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